Makrobiotik zum Genießen

Allgemeine Ratschläge

Esse zu regelmäßigen Zeiten. Der Körper ist ein "Gewohnheitstier" und funktioniert am besten, wenn alles seinen geregelten Lauf geht.

Kaue jeden Teelöffel Deiner Mahlzeit 30-50 mal; wenn Du krank bist 100 mal. (Mit ein wenig Übung geht das hervorragend.)

Achte auf körperliche Bewegung. Gehe täglich 30 Minuten in frischer Luft stramm spazieren.
Extremer Sport ist nicht nötig und in Fällen von Übergewicht sogar kontraproduktiv!
Suche den Kontakt zur Erde und gehe, wenn möglich, täglich barfuß über taunasses Gras.

Reibe Deinen Körper morgends mit einem heissen Handtuch ab.

Wenn möglich stehe früh auf und geh früh zu Bett. Am besten immer zu den gleichen Zeiten.

Trage direkt auf der Haut nur Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Seide und keine synthetischen Fasern. Schaue hier, ob Du nicht lieber weniger Sachen hast, dafür aber mehr auf biologisch erzeugte Kleidung ausweichen (z.B. Hess Natur) möchtest. Du tust Dir und der Umwelt und anderen Menschen damit einen Riesengefallen.

Wenn Du viel am PC arbeiten musst, schaue, ob Du ein digitales TFT bekommen kannst. Die strahlen nicht so stark und sind augenfreundlicher.
Mache häufiger Pausen und bewege Dich. Schaue auch alle paar Minuten vom Bildschirm weg in die Ferne. Deine Augen ermüden dann nicht so schnell.
Tausche Deinen Bürostuhl am besten gegen einen Swopper aus.

Kaufe regionales und biologisches Gemüse. Kaufe umweltvertäglich und sozialverträglich (fair) hergestellte Produkte. Ist das nicht sicher, frag nach, verlange danach und verlange vor allem Klärung.
Nur durch unser Kaufverhalten können wir die Gesellschaft ändern. Es wird immer das produziert, was gekauft und verlangt wird!

Lerne Englisch, wenn Du es nicht schon kannst. Ohne diese Sprache wirst Du kaum noch richtige und unverfälschte Informationen bekommen. Die meisten Informationen auf Deutsch gehen nur noch als "Propaganda" (Werbemaßnahmen für grosse Konzerne) durch.
Nutze das Internet für Informationen, die Du sonst nicht bekommst.



Ernährungstipps

Mache es wie die Japaner: Iss zum Frühstück eine Misosuppe mit viel in Öl gedünstetem Gemüse, etwas Voll-Getreide und etwas Eiweisbasierendes (Bohnen, Fisch, Tempeh, Tofu, Seitan, Ei etc).
Eiweiss und vor allem Fett bremsen die Kohlehydrataufnahme im Körper und dies führt zu einem stabileren und gleichmäßig niedrigen Blutzuckerspiegel.
Miso ist stark basenbildend und hilft beim Entgiften (Ausschwemmen von Schwermetallen etc.). Nebenbei enthält es viele wichtige Aminosäuren und für den Darm hilfreiche Bakterien.
Wenn Du nichts an Deiner Ernährung ändern willst, dann lerne wenigstens wie man eine gute Misosuppe kocht und iss sie zum Frühstück und / oder mittags / abends.

Verwende als Öle natives Kokosöl zum Braten und Backen, Olivenöl für Salate (und auch mal zum Kochen), Sesamöl und Butter (keine Margarine!).
Fette und Öle geben Geschmack und sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Die richtige Wahl und die richtigen Mengen sind hier von grosser Wichtigkeit sonst läuft man Gefahr langsam in einen Mineralstoffmangel zu laufen (und dass sogar, wenn man starkes Übergewicht hat). Ein Mineralstoffmangel muss sich nicht immer direkt im Blutbild zeigen und kann zu diversen gesundheitlichen Problemen führen.

Iss tägliche kleine Mengen milchsauer eingelegten Gemüses (Sauerkraut, Milchsaures Gemüse von Eden etc.).

Streiche am besten sämtliche behandelte Milchprodukte von Deiner täglichen Verzehrliste; ausser Bio-Butter und Bio-Sahne!
Also, neben Milch auch Joghurt, Quark, Käse und Milchschokolade (nimm lieber Zartbitter, wenn überhaupt).
80% der Europäer haben eine getarnte Milchallergie (ich rede hier nicht von der sogenannten Laktoseintolleranz, die bei ca. 30-40% der Bevölkerung vorliegt).
Behandelte Milchprodukte (pasteurisiert, homogenisiert, ultrahocherhitzt, fettarm etc.) sind schwer verdaulich und führen nach der Chinesischen Medizin, wenn sie täglich in größeren Mengen verzehrt werden, zu Mineralstoffmangel und Schleimbildungen vor allem in den oberen Atemwegen, Bronchien und Reproduktionsorganen.

Wenn Du Dir absolut sicher bist, dass Du Milchprodukte wirklich verträgst, dann suche nach Rohmilch und Produkten daraus. Diese Milch wird direkt nach dem Melken unbehandelt gekühlt. Sie wird meist unter dem Namen "Vorzugsmilch" verkauft. Aber auch hiervon sollte man nicht Unmengen am Tag essen. Milchprodukte sind ein Genussmittel!

Streiche Kaffee von Deiner Verzehrliste (oder trinke zumindest nur einen (1) am Tag)!
Kaffee führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel stark schwankt (das Glykogen in der Leber wird hier schlagartig freigesetzt und das können bis zu 1000 Kalorien sein).
Sich gehetzt fühlen, den Dingen nicht hinterher kommen, starke Müdigkeit, emotionale Schwankungen und Gereiztheit sind ein Zeichen davon.
Weiterhin übersäuert Kaffee das Bindegewebe und kann so zu vielen Zivilisationskrankheiten führen.
Fange damit am besten im Urlaub an. Du wirst Dich anfangs recht müde und schlapp fühlen, was auch damit zusammenhängt, dass Du nun stärker entsäuerst.
Nimm zur Unterstützung ein gutes Basenpulver (ohne Milchzucker!).

Iss nur biologisches Vollkornbrot und davon nur wenig; am besten nur ein paar Scheiben pro Tag.
Wenn Du zu Übergewicht, Verschleimungen etc. neigst, solltest Du Deinen Brotverzehr stark einschränken oder am besten ganz darauf verzichten.

Iss am besten eh nur biologisch erzeugte Nahrungsmittel. Die schmecken besser und sind nahrhafter.

Ersetze Zucker durch Reismalz wo es nur geht. Reismalz enthält ca. 20% Mehrfachzucker und wird somit viel langsamer verstoffwechselt als der normale Haushaltszucker. Du bekommst so einen stabilieren Blutzuckerspiegel und dadurch weniger Heisshungerattacken. Auch fühlst Du Dich dann emotional stabiler und hast nicht mehr diese starken Ups and Downs.

Nutze keine Mikrowelle und koche wenn möglich auf Gas, keinen Falls auf Induktion. Elektrische Energie läßt das Eiweiss in der Nahrung am stärksten denaturieren und für den Körper untauglich werden.
Was Du aus der Mikrowelle herausholst, ist nicht das, was Du dort hineingetan hast, auch wenn es so aussieht.

Mache einen makrobiotischen Kochkurs. Wenn Du erstmal geschmeckt hast, wie lecker eine makrobiotische Mahlzeit sein kann, möchtest Du eh kaum noch etwas anderes essen. :-) Vor allem, wenn Du dann im späteren Verlauf spürst, wie gut es Dir tut.
Melde Dich, wenn Du Hilfe benötigst. Ernährung ist etwas sehr Individuelles und funktioniert nicht unbedingt bei jedem gleich.